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Laserteile

Laserteile aus Blech: Werkstoffe, Dicken und Bestellung nach Maß

Ebene Laserteile aus Stahl — Flansche mit Bohrungen, kleine Halter und Platten — auf einer Werkbank ausgelegt, im Hintergrund eine Lasermaschine

Laserteile aus Blech sind ebene Teile, die nach vorgegebener Form aus der Tafel geschnitten werden — Kontur, Bohrungen und Ausschnitte in einem Arbeitsgang. Sie sind die Grundlage fast jedes Blechauftrags: Das Laserteil ist entweder das fertige ebene Teil oder ein Halbzeug, das anschließend gebogen, geschweißt und bearbeitet wird. Hier erklären wir, woraus Laserteile gefertigt werden, welche Genauigkeit Sie erwarten können und wie Sie sie nach Maß bestellen.

Was ein Laserteil ist und wie es entsteht

Der ältere Begriff Brennteil verrät die Herkunft: Beim thermischen Trennen wird der Werkstoff in der Schnittfuge aufgeschmolzen und ausgeblasen. Präzise Zuschnitte werden heute meist mit dem Faserlaser geschnitten; anderswo kommen auch Plasma oder autogenes Brennschneiden zum Einsatz. Bei uns entstehen Laserteile auf der kombinierten Maschine TRUMPF TruMatic (Stanzen und Faserlaser) aus Blechen bis 6 mm. Aus einer einzigen Datei entsteht ein fertiger Zuschnitt mit Kontur, Bohrungen und Ausschnitten, der direkt weiterverarbeitet werden kann. Eine Datei (DXF oder 3D-Modell) definiert so das ganze Teil.

Werkstoffe und Blechdicken für Laserteile

Laserteile lassen sich aus praktisch allen gängigen Blechen fertigen. Der Werkstoff bestimmt den Preis und die Umgebung, in der das Teil bestehen muss:

  • Kaltgewalztes Schwarzblech (DC01) — am günstigsten, für Abdeckungen, Konsolen und Teile, die anschließend noch gebogen werden. Auf Lager führen wir die Dicken 1,5 / 2 / 3 mm.
  • Verzinktes Blech (DX51D+Z275) — Korrosionsschutz ohne Lackierung; auf Lager 1 und 2 mm (1000 × 2000 mm) sowie 2 und 3 mm (1250 × 2500 mm).
  • Edelstahl (1.4307 / 304L) — Lebensmittelindustrie, Sicht- und Außenteile; auf Lager 1 / 2 / 3 / 4 mm.
  • Aluminium — geringes Gewicht und natürliche Korrosionsbeständigkeit; nicht auf Lager, wird auftragsbezogen bestellt.

Am günstigsten und schnellsten ist ein Laserteil, das auf eine Dicke und Güte ausgelegt ist, die der Hersteller auf Lager hat und in größeren Mengen einkauft. Untypisches Material muss bestellt werden, was Lieferzeit und Preis erhöht. Deshalb lohnt es sich, die Konstruktion auf das Lager abzustimmen — bei uns auf die oben genannten Dicken von Stahl DC01, verzinktem Blech DX51D+Z275 und Edelstahl 1.4307.

Unser Lager halten wir bewusst schmal: Es deckt den üblichen konstruktiven Bedarf sicher ab. Konzept, Muster, Prototypen und Versuche empfehlen wir daher aus Lagermaterial — das ist günstiger, und es ist sofort verfügbar. Einen Sonderwerkstoff (etwa Edelstahl 1.4404 / 316L oder eine andere Güte) kaufen wir erst für die Serienfertigung ein, wenn das Produkt ausgereift ist und seine technischen Eigenschaften wirklich braucht. Alle Lagerdicken liegen in unserem Bereich bis 6 mm.

Genauigkeit und Kantenqualität

Bei Laserteilen ist die Kante glatt, rechtwinklig und praktisch gratfrei, sodass sie vor der Weiterverarbeitung weder angefast noch geschliffen werden muss. Die Maßtoleranz liegt im Bereich von Zehntelmillimetern — genau genug auch für Teile, die anschließend geschweißt oder gefügt werden. Plasma- und Brennschneiden haben meist eine breitere Fuge und eine leicht schräge Kante — bei präzisen Passungen sollten Sie das einplanen. Ein genaues Laserteil ist zudem Voraussetzung für eine genaue Biegung: Eine ungenaue Kante kann das Biegen nicht mehr korrigieren.

So bestellen Sie ein Laserteil nach Maß

Für ein Angebot genügen Geometrie und Werkstoff des Teils:

  • Ebenes Teil — schicken Sie eine DXF der Kontur einschließlich Bohrungen und Ausschnitten.
  • Teil, das gebogen wird — schicken Sie besser ein 3D-Modell (STEP/STP); daraus leiten wir die Abwicklung mit der korrekten gestreckten Länge ab.
  • Werkstoff und Dicke — wenn Sie unsicher sind, beraten wir Sie nach Funktion und Einsatzumgebung des Teils.

Der Preis eines Laserteils setzt sich vor allem aus Material (Gewicht und Kilopreis der jeweiligen Güte), Schnittlänge (Umfang plus Bohrungen und Ausschnitte), Anzahl der Konturen (jede Bohrung bedeutet Anfahren und Einstechen) und Menge zusammen. Weil es mehrere Variablen gibt, ist eine Schätzung von Hand oft ungenau — in unserem Sofort-Kalkulator wird alles automatisch aus der hochgeladenen Datei berechnet.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Laserteil und einem Fertigteil?

Ein Laserteil ist ein ebener Zuschnitt aus der Tafel. Wird es weder gebogen noch geschweißt, ist es selbst schon das fertige Teil; andernfalls dient es als Halbzeug für weitere Arbeitsgänge.

Bis zu welcher Dicke schneiden Sie Laserteile?

Bis 6 mm, in Tafelformaten bis 1250 × 2500 mm. Unsere moderne Technik deckt bewusst das Segment dünner und mittlerer Bleche ab, das unsere Unternehmensgruppe braucht. Laserteile aus dickeren Blechen oder Plasmaschneiden bieten wir nicht an.

Muss ich die Kanten nach dem Schneiden noch bearbeiten?

Beim Laser meist nicht — die Kante ist sauber und gratfrei. Anfasen oder Entgraten machen wir nur dort, wo Funktion oder Sicherheit des Teils es erfordern.

Fertigen Sie auch nur ein einzelnes Laserteil?

Ja, ohne Werkzeuge und ohne Mindestmenge kalkulieren und fertigen wir auch ein einzelnes Teil. Bei größeren Serien sinkt dann der Stückpreis.

Haben Sie die Form Ihres Teils schon fertig? Laden Sie ein 3D-Modell (STEP/STP) hoch und sehen Sie Preis und Liefertermin des Laserteils sofort.

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