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Blechbearbeitung nach Auftrag

Blechbearbeitung nach Auftrag: vom Laserteil zur Schweißbaugruppe

Geschweißter Rahmen aus gelaserten und gebogenen Blechteilen auf einem Schweißtisch, dahinter ein kollaborierender Roboter mit Laserschweißkopf

Blechbearbeitung im Lohnauftrag heißt: Metallteile nach den Unterlagen des Kunden fertigen — vom Einzelstück bis zur Serie, ohne eigene Werkzeuge und Formen. Dazu gehören Blech schneiden, Biegen, Schweißen und Oberflächenbehandlung, zusammengefasst zu einer Fertigungskette. Dieser Überblick führt Sie durch die einzelnen Schritte und zeigt, wo sich bei einem Auftragsteil am meisten sparen lässt.

Woraus die Blechbearbeitung besteht

Die meisten Blechteile durchlaufen dieselbe Abfolge von Arbeitsgängen. Nicht jedes Teil braucht alle:

  • Schneiden (Laserteil). Aus der Tafel entsteht ein ebener Zuschnitt mit Bohrungen und Ausschnitten, meist per Laser oder Stanzen. Bei uns aus Blechen bis 6 mm in Tafelformaten bis 1250 × 2500 mm. Details im Artikel über Blech schneiden.
  • Biegen. Der ebene Zuschnitt wird auf der Abkantpresse in die räumliche Form gebogen — siehe Blech biegen.
  • Fügen. Schweißen, Nieten, Einpressmuttern und Schraubverbindungen. Eine Schweißbaugruppe besteht aus mehreren miteinander verschweißten Teilen.
  • Oberflächenbehandlung. Lackieren, Pulverbeschichten, Passivieren von Edelstahl oder verzinktes Blech ohne weitere Behandlung belassen.

Die Wahl des Werkstoffs

Der Werkstoff richtet sich nach Umgebung, Sichtanforderung und Preis. In der Praxis decken drei Gruppen die meisten Aufträge ab:

  • Baustahl (kaltgewalztes Stahlblech) — am günstigsten, für tragende und verdeckte Teile, meist mit Beschichtung.
  • Verzinktes Blech — für Außen- und Feuchtbereiche ohne Lackierung (verzinktes Blech).
  • Edelstahl — Lebensmittelindustrie, Chemie, Sichtteile (Edelstahlsorten).

Auf Preis und Liefertermin wirkt sich stark aus, ob der gewählte Werkstoff auf Lager ist. Gängige Güten und Dicken, die der Hersteller in größeren Mengen einkauft, sind meist günstiger und sofort verfügbar; untypisches Material muss bestellt werden, was die Lieferzeit verlängert und den Preis erhöht. Deshalb lohnt es sich, die Konstruktion auf das abzustimmen, was auf Lager ist. Unser Lager halten wir bewusst schmal, weil es den üblichen konstruktiven Bedarf sicher abdeckt: Edelstahl 1.4307 (AISI 304L) mit Oberfläche 2B in 1 / 2 / 3 / 4 mm, kaltgewalztes Stahlblech DC01 in 1,5 / 2 / 3 mm und verzinktes Blech DX51D+Z275 in 1 / 2 mm (1000 × 2000 mm) sowie 2 / 3 mm (1250 × 2500 mm).

Konzept, Muster, Prototypen und Versuche empfehlen wir genau auf diesen Werkstoffen zu entwickeln — das ist günstiger, und sie sind sofort verfügbar. Erst wenn das Produkt ausgereift ist und die Serienfertigung besondere technische Eigenschaften verlangt, kaufen wir dafür einen Sonderwerkstoff ein (zum Beispiel Edelstahl 1.4404 / 316L oder eine andere Güte). Dann lohnt sich der Sonderwerkstoff wirklich.

Was Sie bei uns fertigen lassen können — und was nicht

Unsere moderne Technik deckt bewusst das Segment dünner und mittlerer Bleche bis 6 mm ab, das unsere Unternehmensgruppe braucht: kombiniertes Stanzen mit Faserlaser auf der TRUMPF TruMatic und die Abkantpresse TRUMPF TruBend. Das Arbeitsformat beträgt 1250 × 2500 mm; größere Tafeln müssen vorher zugeschnitten werden. Plasmaschneiden, Wasserstrahl oder die Bearbeitung dicker Bleche bieten wir nicht an — braucht Ihr Teil das, sagen wir Ihnen offen, dass wir es nicht machen.

So konstruieren Sie ein Teil günstiger

Die meisten Einsparungen entstehen schon in der Zeichnung, nicht erst in der Fertigung:

  • Bleiben Sie bei Lagerdicke und Lagergüte — die Materialbestellung entfällt, und der Kilopreis ist niedriger.
  • Reduzieren Sie das Schweißen. Eine Schweißnaht ist ein teurer manueller Arbeitsgang mit Nacharbeit. Wo möglich, ersetzen Sie sie durch eine Biegung, einen Niet oder eine Einpressmutter.
  • Vereinheitlichen Sie Dicken und Werkstoffe innerhalb einer Baugruppe — weniger Rüstvorgänge an den Maschinen.
  • Denken Sie an Toleranzen und Montage — eine unnötig enge Toleranz verteuert das Teil; konstruieren Sie die Teile so, dass sie auch mit üblicher Fertigungsabweichung zusammenpassen.
  • Nutzen Sie die Serie — bei mehreren Stück sinkt der Stückpreis dank besserer Tafelausnutzung und weniger Rüsten.

Einzelstück oder Serie

Der Vorteil der Blechbearbeitung mit Laser und Abkantpresse: Sie braucht keine teuren Werkzeuge. Deshalb ist auch ein Prototyp oder ein einzelnes Teil wirtschaftlich — es wird genauso kalkuliert wie eine Serie, nur ohne Mengenvorteil. Das ist ideal, um eine Konstruktion zu prüfen, bevor Sie eine größere Stückzahl bestellen.

Häufige Fragen

Welche Unterlagen brauchen Sie für ein Angebot?

Am besten ein 3D-Modell (STEP/STP) bei Biegeteilen und Schweißbaugruppen oder eine DXF bei ebenen Teilen. Eine ergänzende bemaßte Zeichnung mit Toleranzen, Werkstoff und Oberflächenbehandlung ist willkommen.

Übernehmen Sie auch Oberflächenbehandlung und Schweißen?

Ja, wir bearbeiten den Auftrag als komplette Kette — vom Laserteil über Biegung und Schweißnaht bis zur Oberflächenbehandlung, damit das Teil fertig bei Ihnen ankommt.

Fertigen Sie auch nur ein Einzelstück oder einen Prototyp?

Ja, ohne Mindestmenge. Dank werkzeugloser Rüstung sind Einzelstück und Kleinserie wirtschaftlich.

Wie lange dauert die Fertigung?

Der Liefertermin hängt vor allem von der Materialverfügbarkeit und vom Umfang der Arbeitsgänge ab. Ein Teil aus Lagermaterial geht sofort in die Fertigung; Termin und Preis sehen Sie im Kalkulator gleich nach dem Hochladen der Datei.

Haben Sie ein 3D-Modell Ihres Teils (STEP/STP)? Laden Sie es hoch und sehen Sie Preis und Liefertermin der Auftragsfertigung sofort, ohne auf ein Angebot zu warten.

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